Geschichte

Der Kreisverband Südpfalz ist eine Gliederung der Piratenpartei Deutschland und als solche Teil der internationalen Piratenbewegung und der internationalen Vereinigung der Piratenparteien “Pirate Parties International”.
Der Kreisverband Südpfalz umfasst die Kreise Germersheim und Südliche Weinstraße sowie die Kreisfreie Stadt Landau.

Geschichte

Der Ursprung
Die Piratenbewegung entstand etwa am Anfang des neuen Jahrtausends in Schweden. Durch die Entwicklung des Internets hatten sich neue Möglichkeiten der Kommunikation eröffnet und auch der Austausch von Informationen wurde viel einfacher. Aber natürlich gab es bei der Entwicklung auch Verlierer, nämlich die mächtigen Konzerne, die mit der Verbreitung von Musik und Programmen Geld verdient hatten. Plötzlich konnte jede Band ihre Musik veröffentlichen und verbreiten, ohne dass diese Konzerne das steuern konnten und ohne dass sie daran verdient haben. Sie haben ihre Macht und ihr Geld eingesetzt, damit das Kopieren und Weitergeben von Musik und Software verboten oder wenigstens erschwert wird.

Wie die Piraten zu ihrem Namen kamen
Diese Lobby hat immer versucht, die Leute zu kriminalisieren und zu diskreditieren, die Musik oder Software kopiert haben. Dabei ist das private Kopieren und Weitergeben von Musik nie verboten gewesen und auch das private Kopieren und Weitergeben von Software war damals grundsätzlich legal. Trotzdem wurden die Leute, die solche Kopien gemacht haben, als Musikpiraten bzw. als Softwarepiraten bezeichnet, und es wurde mit allen Mitteln versucht, ihnen das Leben schwer zu machen.

Pirate Bay
Eine Organisation namens Piratbyrån (schwedisch: das Piratenbüro), die der Meinung war, dass das Urheberrecht an die neue Situation angepasst werden sollte, schuf im Sommer 2003 einen BitTorrent-Tracker namens „Pirate Bay&qout;. BitTorrent ist ein System, mit dem man Dateien austauschen kann. Und ein BitTorrent-Tracker ist vergleichbar mit einer Suchmaschine für solche BitTorrents. Er nimmt selbst nicht direkt am Tausch von Dateien teil, sondern hilft nur den Anbietern und Nachfragern, sich gegenseitig zu finden. Er stellt selbst auch keine zu tauschenden Daten zur Verfügung.
„>Am 31. Mai 2006 wurden die Pirate-Bay-Server von der schwedischen Polizei beschlagnahmt und drei Personen vorläufig festgenommen. Ihnen wurde ein Verstoß gegen das Urheberrecht vorgeworfen. Die Server befanden sich in einem Bankgebäude. Bankgebäude gelten nach schwedischem Gesetz als Schutzräume und unterliegen weitgehenden Schutzbestimmungen, die zum Beispiel das Eindringen durch die Polizei nur unter genau festgelegten Bedingungen erlaubt. Diese Schutzbestimmungen wurden bei der Aktion verletzt. Außerdem wurden bei der Beschlagnahmung nicht nur die Server mit dem BitTorrent-Tracker vom Netz genommen, sondern auch Server mit Informationsseiten und Server von unbeteiligten Firmen und Vereinen. Nach der Beschlagnahmung folgte am 3. Juni eine Demonstration in Stockholm, auf der Vertreter des Piratbyrån sowie anderer Organisationen und Parteien Reden hielten, die sich vor allem gegen die schwedische Regierung richteten.

Piratpartiet ― die schwedische Piratenpartei
Ebenfalls 2006 wurde die Piratpartiet gegründet. Die Ziele waren zunächst die Stärkung der Bürgerrechte, mehr direkte Demokratie und Mitbestimmung, die Reform des Urheber- und Patentrechts, freier Wissensaustausch (Open Access), besserer Datenschutz, die Achtung der Privatsphäre, mehr Transparenz bei Regierung und Behörden, freie Bildung und verwandte Themen. Das sind bis heute die Kernthemen aller Piratenparteien. Durch die Polizeiaktionen gegen Pirate Bay, die daraus resultierende Protestbewegung und die Beachtung in den Medien wuchs die Piratpartiet zunächst sehr schnell.

Die Piratenpartei Deutschland
Nachdem die schwedische Piratpartiet erste Erfolge hatte und sich in Österreich ebenfalls eine Piratenpartei gegründet hatte, haben sich in Internetforen Interessierte zusammengefunden und eine Satzung und ein Parteiprogramm ausgearbeitet. Am 10. September 2006 wurde in Berlin die Piratenpartei Deutschland gegründet. Die Gründungsversammlung hatte 53 Teilnehmer. In den nächsten Jahren wuchs die Partei allmählich bis sie Anfang 2009 etwa 1000 Mitglieder hatte.

2009 ― der erste Boom
Im Januar 2008 hatte die Piratenpartei bei der Landtagswahl in Hessen zum ersten Mal an einer Wahl teilgenommen und so etwas Aufmerksamkeit und immerhin 6962 gültige Stimmen (0,3 %) bekommen. Als im Januar 2009 nach Selbstauflösung des Landtags wegen der gescheiterten Regierungsbildung erneut Landtagswahlen in Hessen stattfanden, haben sie mit 13796 etwa doppelt so viele Stimmen bekommen. Die Motivation durch dieses Ergebnis und durch die damit verbundenen Erwähnungen in den Medien half natürlich beim Wahlkampf zur Europawahl im Juni 2009. Die PIRATEN bekamen 229464 gültige Stimmen und erreichten damit 0,9%. Damit wurden auch erstmals die Voraussetzungen erfüllt, um im nächsten Jahr Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung zu bekommen. Durch dieses Ergebnis bekam die Partei erstmals bundesweit Aufmerksamkeit von den Medien. Dass die Bundesregierung gleichzeitig eine Zensur des Internets auf dem Weg bringen wollte, das Postgeheimnis eingeschränkt hat und Onlinedurchsuchungen ohne Anfangsverdacht ermöglichen wollte, brachte der Piratenpartei geradezu einen Hype. Bei der Bundestagswahl im September erreichte die Partei sensationelle 2%. Die Mitgliederzahlen wuchsen so schnelle, dass die organisatorische Infrastruktur der Partei dem Ansturm nicht gewachsen war. Noch vor dem Jahresende überstieg die Mitgliederzahl die 10000.
Nach und nach wurden in allen Bundesländern Landesverbände gegründet. Der Landesverband…..BAUSTELLE

Der Kreisverband ist aus dem Landauer Stammtisch entstanden der im Jahr 2009 das erste Mal zusammen gekommen ist und noch heute regelmäßig stattfindet. Zuerst hatte sich der Kreisverband Landau/SÜW am 31.03.2010 gegründet. Im Jahr 2011 stand die Fusion mit der Regionalgruppe Germersheim an. Dadurch ist der Kreisverband Südpfalz auf seine jetzigen Größe gewachsen.

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